"Weihnachtsfrieden" für die sächsischen Steuerzahler
Dresden. Sachsens Finanzminister Stanislaw Tillich hat die Finanzämter angewiesen, in der Weihnachtszeit die sächsischen Bürger nicht mit Maßnahmen zu belasten, die über die Festtage als unpassend empfunden werden könnten. "Der Weihnachtsfrieden trägt zu einem guten Verhältnis zwischen Staat und Bürgern bei", weiß Tillich - als ehemaligem Landwirtschaftsminister ist ihm sicher klar, dass eine lieb behandelte Kuh auf Dauer mehr Milch gibt als eine gestresste.
Bescheide und Mahnungen kommen trotzdem
Die sächsischen Finanzämter werden daher in der Zeit ab 22. Dezember 2007 bis einschließlich Neujahr von Vollstreckungsmaßnahmen sowie Außenprüfungen absehen. Ausnahmen lässt der Finanzminister nur zu, wenn durch die Zurückhaltung ein endgültiger Steuerausfall - beispielsweise wegen Verjährung - drohen würde.
Ebenso wie in den Vorjahren wird es aber keinen Versandstopp für Steuerbescheide, Steuerfestsetzungen und Mahnungen für offene Steuerbeträge während des Weihnachtsfriedens geben. Dies sei, so das Finanzministerium, im Interesse aller pünktlichen Steuerzahler und erleichtert darüber hinaus die Arbeit der Finanzämter. Finanzminister Tillich bittet außerdem darum, während des Weihnachtsfriedens fällige Steuern pünktlich zu entrichten, um Säumniszuschläge zu vermeiden.
Fazit der Redaktion: Beim Geld hört der Weihnachtsfriede eben doch auf.
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- Quelle: Redaktion
- Geändert am: 16.12.2007 - 17:05 Uhr
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