"Medien und Kommunikation" als Thema zum Internationalen Frauentag 2012
Dresden. "Die Frauenquote hinter der Kamera entscheidet über das Frauenbild vor der Kamera", so die sächsische Gleichstellungsministerin Christine Clauß am 10. März 2012 anlässlich einer Festveranstaltung zum Internationalen Frauentag in Dresden. Presse und Fernsehen hätten zwar aus Zuschauersicht eine hohe Frauenquote, Führungs- und Entscheidungspositionen seien aber größtenteils noch klar in Männerhand, stellt Clauß weiter fest. Das mache sich auch in den Inhalten bemerkbar.
Im realen Leben noch keine Gleichberechtigung
"Damit die öffentlichen Medien ihre Fortschrittmacherfunktion erfolgreich wahrnehmen können, brauchen wir verstärkt mehr Frauenpräsenz in mittleren und höheren Positionen. Wie die Frauenbilder in der täglichen Berichterstattung und vor der Kamera angelegt sind, dafür ist die Frauenpräsenz hinter der Kamera genauso ausschlaggebend wie in den Entscheidungsetagen. Rechtlich haben wir bereits die volle Gleichberechtigung, nur das reale Leben muss noch nachkommen. Hier haben die Medien, die das Leben darstellen und spiegeln, eine zentrale Rolle", so die Überzeugung von Clauß.
Medien seien Fortschrittmacher und prägen Einstellungen, schaffen Rollenbilder in Kopf und Bauch und bieten Reflexionsfläche und Vorbilder für weibliche Lebensentwürfe und Erfolgsmuster, heißt es in einer Mitteilung zur Veranstaltung. Die medien stünden damit auch in der Verantwortung, um ein modernes Frauenbild und moderne Ansichten von Gleichstellung zu transportieren.
Das war für Staatsministerin Clauß der Grund, im Jahr 2012 unter dem Motto "Medien - Kommunikation" Frauen zu einer Festveranstaltung zum Internationalen Frauentag in den Sächsischen Landtag einzuladen.
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- Quelle: red
- Geändert am: 11.03.2012 - 00:07 Uhr
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