Mit Bambusprodukten auf Nachhaltigkeit und Natürlichkeit setzen

Mit Bambusprodukten auf Nachhaltigkeit und Natürlichkeit setzen

Görlitz, 11. November 2015. Allein durch die immense Nachfrage nach Holz ist Bambus als alternativer Rohstoff eine ideale Lösung. Der weltweite Waldbestand geht Jahr für Jahr zurück. Obwohl intensiv aufgeforstet wird, können die Jungbäume der Rodung nicht nachkommen. Ihr Wachstum ist beschaulich und bis ein Baum die richtige Größe zur Fällung erreicht hat, vergehen unter Umständen Jahrzehnte. Genau aus diesem Grund ist Bambus mittlerweile sehr gefragt und wird als gute Alternative zu Holz gesehen. Seine Verarbeitung ist der des Holzes ähnlich und seine Robustheit ebenso.

Natürliche Möbel aus Bambus

Immer mehr Möbeldesigner setzen auf den nachhaltigen Rohstoff und kreieren immer wieder neue und moderne Möbelstücke für den täglichen Gebrauch - von funktionalen und schlichten Schränken und Betten, bis hin zu Möbelstücken wie Sessel und Stühle mit aufwändiger und außergewöhnlicher Form. Selbst Lampen werden aus Bambus gefertigt. Auch fürs Bad eignen sich Möbel aus Baumbus.

Die Eigenschaft, Feuchtigkeit zu kompensieren, ohne die Ursprungsform zu verlieren, machen Bambusmöbel zum König unter den Badezimmermöbeln mit Charme. Bambusmöbel strahlen Wärme und Natürlichkeit aus und da Bambus immer wieder schnell nachwächst, kann man ohne schlechtes Gewissen zugreifen und seine komplette Wohnung mit Bambusprodukten ausstatten. Nicht nur Möbel und Deko-Artikel aus Bambus gibt es mittlerweile zu kaufen. Auch Bodenbeläge in allen Variationen werden aus Bambus hergestellt. Seine Robustheit und Härte machen Baumbusparkett zu einem beliebten Untergrund mit natürlichem Antlitz.

Schnell wachsender Rohstoff


Bambus hat einen großen Vorteil: Er wächst nach, und zwar sehr schnell. In China erkannte man die Vorteile der alten Pflanze und die Bambusressourcen stiegen schon 1993 von knapp 3,8 Millionen auf 4,2 Millionen Hektar zehn Jahre später. Schon jetzt zeichnet sich ein deutlicher Zuwachs der Nachfrage nach Bambus ab. Man rechnet damit, dass schon in diesem Jahr die Marke von vier Millionen Hektar Bambus-Neubepflanzung überschritten wird.

Der nachwachsende Rohstoff ist beliebt und strahlt nicht nur Natürlichkeit aus, sondern ist es auch durch und durch. Seine vielseitige Verwendung steht dem Rohstoff Holz in nichts nach. Bambus ist auch keine Holzsorte, sondern eigentlich ein verholzendes Riesengras. Bambusmöbel sind extrem stabil und unglaublich leicht. Im Vergleich zum Holz ist Bambus wesentlich zugfester und stabiler.

Nachhaltigkeit nutzen und fördern

Im asiatischen Raum galt Bambus lange Zeit als das Holz der armen und in Europa kam Bambus eher als Zierpflanze in den Garten. Das Bewusstsein hat sich geändert: Immer öfter wird mit Bambus gearbeitet und besonders bei jungen Designern ist der nachhaltige Werkstoff sehr beliebt.

Etablierte Möbelausstatter setzen immer mehr auf den nachwachsenden Rohstoff, der besonders in China schon seit Jahrtausenden als Baumaterial genutzt wurde. Auch essen kann man Bambus. Das gilt nicht nur für den Menschen, sondern wird auch durch den Pandabär unter Beweis gestellt.

Das sollten Sie über Bambus wissen

Es gibt etwa 1.500 verschiedene Bambusarten und außer in Europa und der Antarktis sind sie auf fast allen Kontinenten zu finden. In tropisch warmen Gebieten und selbst auf einer Höhe von 4.000 Metern findet man die robuste Graspflanze.

Bambusarten werden so in zwei Unterarten unterteilt, einmal der Tropen und Subtropen und in Arten der gemäßigten Zone. Es gibt Arten, deren unterirdische Rhizome (Wurzeln) bis zu zwölf Metern wachsen. In südlichen Ländern wie Spanien oder Italien erreichen sie ohne Mühe bis zu 20 Meter. Bambus kann locker einen Meter pro Tag wachsen.

Kommentar:

Obgleich Deutschland für seine nachhaltige Forstwirtschaft - immerhin wurde der Begriff Nachhaltigkeit in Sachsen erfunden in Bezug auf das für die Bergwerke benötigte Holz - berühmt ist, muss der Holzverbrauch dennoch kritisch gesehen werden. Ursache: Deutschland importiert in großen Mengen Rohholz. So standen im Jahr 2012 einem Export von 3,4 Millionen Kubikmetern ein Import von 6,5 Millionen Kubikmetern gegenüber.

Stammt dieses Importholz ausschließlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft? Allgemein bekannt ist bespielsweise die Diskussion um Tropenholz und die unterschiedlichen Zertifikate, die eine nachhaltige Herkunft aus zertifiziertem Anbau belegen sollen. Verbindlich selber prüfen kann der Verbraucher derlei Angaben allerdings kaum, oft muss man sich auf die Angaben der Händler oder auf die Informationen aus Webseiten verlassen.

Bambus bietet sich hier als die oft ökologischere - und damit auch sozialverträglichere - Alternative gegenüber Holz, Kunststoffen oder gar Pressspan an.

Bewusst leben, empfiehlt

Ihr Thomas Beier




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  • Quelle: red | Foto: Unsplash, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
  • Geändert am: 11.11.2015 - 12:45 Uhr
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