Ohne Waffe kein Schuss!

Klitten / Klětno | Berlin. Angesichts des Amoklaufs einer Sportschützin im süddeutschen Lörrach wiederholte der Bundestagsabgeordnete und Innenpolitiker Wolfgang Gunkel, seine Forderung infolge des Amoklaufs von Winnenden: "Alle Amokläufe der letzten Zeit eint eine Tatsache: Die Täter hatten ungehinderten Zugriff auf Waffen. Schusswaffen in privater Hand sind unnötig und überflüssig." Die logische Konsequenz sei ein völliges Verbot von Schusswaffen in Privathäusern. Laut Gunkel sollten Sportschützen ihre Waffen dort aufbewahren, wo sie den Sport ausüben - im Verein. Gunkel: "Den Einwand, dass dies für die Schützenvereine zu kostenintensiv sei, halte ich angesichts der Opfer aller bisherigen Amokläufe für mehr als zynisch. Wie viel soll uns denn ein Menschenleben wert sein?"

Gunkel fordert Verbot von Schusswaffen in Privathäusern

Die Verschärfung des Waffenrechts nach dem Amoklauf von Winnenden, die eine stärkere Kontrolle von Waffenbesitzern zur Folge hatte, ist nach Ansicht vomn Gunkel, der Polizeipräsident a.D. ist, völlig unzureichend: "Die Kontrollen haben gezeigt, dass viele Schusswaffenbesitzer eben nicht so verantwortungsvoll sind, wie sie sich gern selbst darstellen - eine Stichprobe im Oktober 2009 in Baden-Württemberg ergab, dass über 50 Prozent der Kontrollierten ihre Waffe nicht vorschriftsgemäß lagerten."

Deshalb sei die Politik jetzt endlich gefordert, zu handeln, so Gunkel weiter. Ein Verbot von Schusswaffen in Privathäusern sei unvermeidlich: "Denn ohne Waffe kein Schuss!"

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  • Quelle: red
  • Geändert am: 22.09.2010 - 23:56 Uhr
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